Sechs Tage in Australien


Immer mal wieder gibt es Berichte von Überlebenden, die beweisen wozu ein Mensch in Extremsituationen fähig ist. So die Geschichte des Australiers Reginald Foggerdy. Nahe der Großen Victoria-Würste wurde er von seinem Bruder aus dem Auto gelassen, um auf die Jagd zu gehen. Da er nicht wieder kam alarmierte seine Familie die Polizei. Er wurde sechs Tage später von einem Suchtrupp, dehydriert und leicht verwirrt, unter einem Busch sitzend gefunden. Nach medizinischer Erstversorgung besserte sich sein Zustand schnell.

Vorbereitung ist alles

Als Reginald auf die Jagd ging, verstieß er gegen so ziemlich jede Grundregel, die im Survival-Bereich zu finden ist. Er war auf das was ihm bevorstehen sollte nicht vorbereitet. Alles was er dabei hatte, war die Kleidung die er am Leibe trug und seine Jagdwaffe mit Munition. Er hatte weder Nahrung noch Wasser dabei. Zu dieser Jahreszeit werden im australischen Outback Temperaturen von 40°C und mehr erreicht. Experten gehen davon aus, dass ein Mensch bei Temperaturen um die 40°C und ohne Wasser, spätestens nach drei Tagen das zeitliche segnet.

Reginald überlebte sechs Tage ohne Wasser und Nahrung. Und dies als Diabetiker mit Herzproblemen. Wie schaffte er das? Reginalds einzige Nahrungs- und Wasserquelle stellten Ameisen dar. Er war im Outback unterwegs um Kamele zu jagen, am Ende jagte er Ameisen. Diese retteten ihm wahrscheinlich das Leben. Zudem beschränkte er seine Bewegungen auf das nötigste. Er lief nicht ziellos durch das Outback in der Hoffnung auf Hilfe sondern bewegte sich ökonomisch. Je weniger man sich bewegt umso länger überlebt man.

Die Moral von der Geschichte

Zwei Dinge können wir von Reginald Foggerdy lernen. Reginald beging einen gravierenden Fehler der ihn fast das Leben kostete. Er ging auf die Jagd nach Kamelen ohne jegliche Vorbereitung. Er war häufig auf Jagd und war der Meinung ihm werde schon nichts passieren. Aus Routine entwickelte sich Fahrlässigkeit und diese bezahlte er fast mit seinem Leben. Auf der anderen Seite zeigt der Fall Foggerdy wie wichtig die Psyche für das Überleben ist. Er analysierte seine Situation und die Möglichkeiten die ihm zur Verfügung standen. Er ergriff jeden Strohhalm dem ihm die Natur reichte und überlebte. Also denkt immer daran. Überleben beginnt im Kopf. So be prepared.