Nur zur Tierabwehr geeignet


Das sogenannte Pfefferspray erfreut sich derzeit enormer Beliebtheit. Die Nachfrage war so stark, dass selbst die Drogeriekette „dm“, Pfefferspray in ihr Warensortiment aufgenommen hatte. Trotz heftiger Medienkritik war der Bedarf in der Bevölkerung so groß, dass es zu Nachschubproblemen kam.  „Das Interesse der Kunden und die Nachfrage für das Tierabwehrspray sind deutschlandweit unerwartet hoch, sodass nicht wenige Märkte derzeit keinen Bestand mehr haben“, so dm-Chef Erich Harsch gegenüber „Bild“.

 Der richtige Umgang

Über die Gründe zu spekulieren ist dabei nicht das Ziel dieses Beitrages. Wie bei allen Waffen ist der richtige Umgang entscheidend für den Erfolg. In einer ungeübten Hand wird jede Waffe zur Gefahr für den Nutzer. Ein Pfefferspray zu kaufen bedeutet nicht es auch einsetzen zu können. Sollte man noch nie ein Pfefferspray eingesetzt haben, ist es ratsam, gleich zwei Einheiten zu kaufen. Einmal zum Üben, einmal zum mitführen. Über den korrekten Umgang klärt euch das Video am Ende des Beitrages auf.

CS-Gas vs. Pfefferspray

Der Unterschied von Pfefferspray und CS-Gas liegt in der Zusammensetzung der Reizkomponenten. Pfefferspray wird aus Chili-Pfeffergewächsen hergestellt. CS-Gas besteht aus chemischen Komponenten. Grundsätzlich ist Pfefferspray effektiver als CS- Reizgas. Es greift die Schleimhäute stärker an und setzt damit einen eventuellen Angreifer schneller außer Gefecht. Zudem gibt es dokumentierte Fälle, bei denen Angreifer aufgrund Drogenkonsums, gegen Reizgas immun waren.

Rechtliche Bedeutung

Bei der juristischen Bewertung gibt es einen großen Unterschied zwischen CS-Gas und Pfefferspray. Beide dürfen mitgeführt und im Notfall gegen Menschen eingesetzt werden. Bei Pfefferspray muss der Notwehrzustand allerdings zweifelsfrei nachgewiesen werden. Der Einsatz von Pfefferspray ist an den Notwehrparagraphen gebunden. Dieser schreibt vor, dass jeweils das mildeste Mittel zur Verteidigung gewählt werden muss. Sollte der Angreifer unbewaffnet sein, kann die Abwehr des Angriffes unter Zuhilfenahme von Pfefferspray, als gefährliche Körperverletzung ausgelegt werden. Entsprechende Urteile dazu finden sich reichlich im Netz. (link)

Jeder muss sich entscheiden. Ich persönlich bevorzuge das Pfefferspray, einfach weil es effektiver ist. Sollte ich angegriffen werden ist mir die körperliche Unversehrtheit des Angreifers schlicht egal. Wie sagt der Volksmund so schön. „Lieber im Gerichtssaal, als auf dem Friedhof.“ So be prepared.