Sorgenvoll ein Leben lang


Im Durchschnitt besitzt jeder Deutsche rund 1,2 Lebensversicherungen. Dabei ist der Zweck dieser  Versicherung weniger  das eigene Leben zu versichern, sondern sie dient als Altersvorsorge, um Immobilien abzubezahlen oder schlicht als Sparvertrag.

Wie finanzieren sich die Renditen?

Das Geld steckt vor allem in als sicher geltenden Staatsanleihen. Das Problem dabei ist, dass jedes Jahr gut verzinste Anleihen auslaufen. Die neuen Papiere werfen kaum noch etwas ab, seit die Europäische Zentralbank die Zinsen auf Null drückte und die Märkte mit Geld flutet. Den Versicherern fällt es daher zunehmend schwer, die hohen Garantieversprechen der Vergangenheit zu erfüllen.

Wie entwickelte sich die Verzinsung ?

Kunden mit älteren Policen bekommen eine höhere Rendite, da sie noch von Zinsgarantien von bis zu 4,0 Prozent profitieren. Mit dem Garantiezins können Besitzer von klassischen Lebensversicherungen sicher rechnen. Die garantierte Rendite ist angesichts der Niedrigzinsen am Kapitalmarkt von einst 4,0 Prozent im Jahr 1994 auf 1,25 Prozent seit Anfang 2015 für Neuverträge gesunken. Ein Großteil der etwa 90 Millionen Verträge des Altersvorsorge-Klassikers basiert auf diesem Modell.

Immer mehr Versicherungen bieten deshalb heute Produkte ohne klassische Garantieversprechen an. Zugesichert werden der Erhalt der eingezahlten Beiträge und später eine Mindestrente. Verbraucherschützer sehen diese Entwicklung kritisch. Denn gerade die Planbarkeit galt lange Zeit als größter Vorteil der kapitalgedeckten Lebensversicherung. Durch die Vielfalt der neuen Produkte werde der Markt immer unübersichtlicher.

Wendepunkt Finanzkrise 2008

Im Zuge der Finanzkrise, und da besonders der drohenden Staatspleite Griechenlandes, waren die Europäische Union und die BRD gezwungen, weitreichende  Kurskorrekturen vorzunehmen. Es ist kein Geheimnis, dass die Rettung Griechenlandes hauptsächlich auf Druck deutscher und französischer Versicherungsunternehmen zustande kam. Ein Staatsbankrot mit anschließendem Neuanfang wäre für die griechische Bevölkerung sicher der bessere Weg gewesen, aber nicht für die Versicherer und die Versicherten im restlichen Europa. Im Jahre 2009 verabschiedete die EU daraufhin die Solvency II-Richtlinie, eine Reform der Versicherungs- und Rückversicherungstätigkeit.

Die meisten Veränderungen betrafen speziell das Privatkundengeschäft und sorgten für eine Verschlechterung der Stellung des Privatkunden gegenüber dem Versicherungsunternehmen. Zum Beispiel: Bis zur Hälfte des Deckungskapitals dürfen die Versicherungskonzerne behalten, wenn Kunden Verträge kündigen, die vor 2008 abgeschlossen wurden. Damit sollten die Auswirkungen einer eventuellen Kündigungswelle berechenbar bleiben.

Welche Auswirkungen hätte die Insolvenz meiner Versicherung?

Dafür wurde eigens der Versicherungsaufsichtsgesetz § 89 geschaffen. Dieses Gesetz ermöglicht es, Auszahlungen aus Lebensversicherungen zeitweise oder ganz zu stoppen, falls die Vermögenslage des betroffenen Unternehmens dies erfordert. Festgelegt wurde außerdem, dass die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterhin zu bezahlen, vom Auszahlungsstopp unberührt bleibt. Das bedeutet im Klartext. Ist mein Versicherungsunternehmen Insolvent, darf ich die Beitragszahlungen nicht einstellen. Sollte ich die Zahlungen einstellen verliere ich jeden Anspruch auf die Auszahlung meiner Versicherung.

Die beste Lebensversicherung ist Prepping

Für Menschen mit Altverträgen kommt eine Kündigung nicht in Frage, die Verluste wären zu groß. Für alle anderen gilt – Finger weg von Lebensversicherungen. Das ganze System liegt in den letzten Zügen und steht unmittelbar vor dem Kollaps. Die einzigen die davon profitieren sind die Versicherungsunternehmen und die europäischen Staaten. Der kleine Mann wird zur Weihnachtsgans und hemmungslos ausgeplündert.

Wer sich wirklich effektiv vorbereiten möchte, sollte sich mit den Grundlagen des Preppings beschäftigen. Das Prinzip des Preppings bietet eine optimale Vorsorge, und gewährleistet die Möglichkeit, adäquat auf jede Form von Krisen zu reagieren. So be prepared