Meine Angst gehört mir


Ein Schreckgespenst geistert durch Europa und selbst die Ghostbusters aus Hollywood würden an diesem Grusel verzweifeln. Allerdings wären sie wahrscheinlich effektiver im Umgang mit diesem Problem als unsere Politiker. Ich spreche vom Gespenst des Terrorismus. Das Auftreten dieses Phänomens ist freilich so unvorhersehbar wie der Sonnenuntergang, aber die meisten unserer Politiker wirken überrascht. Dabei vermeidet man schon eine klare Ursachenanalyse. Der eigentliche Hintergrund wird vernebelt und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, er könnte die Bevölkerung ja beunruhigen.

Nach den Anschlägen von Ansbach, Nizza und Saint-Etienne-du-Rouvray, erwarten die Menschen nun eigentlich konsequentes Handeln seitens ihrer Regierung. Leider kommt von dieser Seite aus nichts Konstruktives, lässt man die üblichen Nebelkerzen einmal außen vor. Man solle keine Angst haben und sein gewohntes Leben einfach weiterleben, so als wäre nichts geschehen. Sollten man Angst haben, hätten die Terroristen schon gewonnen. Dabei wird das evolutionäre Prinzip der Angst als etwas schlechtes dargestellt, als etwas unnatürliches dessen man sich schämen müsste.

Tollwütige Tiere haben keine Angst

Das Prinzip der Angst ist eine evolutionäre Konstante, die das Überleben einer Spezies erst ermöglicht. Man begegnet einer Situationen, welche man nur schwer einzuschätzen vermag, mit Vorsicht und Distanz. Wenn ich an einem Wasserfall stehe und nicht weiß wie tief das Wasser unter mir ist, springe ich nicht einfach auf gut Glück hinein. Das Risiko einer Verletzung wäre zu groß. Ich habe Angst davor in dieses Gewässer zu springen und dies ist kein Grund sich zu schämen. Angst führt automatisch zu einer Verhaltensmodifikation, man ändert sein Verhalten ohne etwas dagegen machen zu können. Selbst wenn ich mir diesem Fakt bewusst bin, lässt sich dieser Mechanismus nicht beeinflussen.

Meine Angst gehört mir

Darum sind alle Aufrufe in der Presse auch überflüssig, man wird damit nichts ändern. Diese Aufrufe besitzen mehr den Charakter von Durchhalteparolen. Einige bei der Presse, scheinen derzeit wohl ein schlechtes Gewissen zu bekommen .Die Presseagenturen verwechseln dabei auch Angst und Panik. Panik führt zu irrationalem Verhalten und das vernebelt den Verstand. Das ist immer kontraproduktiv und deshalb ist Panik auch zu vermeiden. Angst führt zu erhöhter Vorsicht und mündet im Prinzip der Risikominimierung.

Die Verzweiflung in Politik und Medien scheint zum greifen nahe. Das eigene lang gepflegte Weltbild kollabiert und die Realität bahnt sich ihren Weg. Dabei setzt Verzweiflung immer Hoffnung voraus und diese stirb bekanntlich zuletzt. Für uns Prepper gilt die Devise der Risikominimierung. Es ist keine Schande die Straßenseite oder das Zugabteil zu wechseln, seine Frau oder Tochter Abends abzuholen oder vereinzelten Veranstaltungen fern zu bleiben. Das Betreiben von Kampfsport oder sich legal zu bewaffnen ist kein Zeichen von Schwäche sondern von Besonnenheit und Planung. Man bedenke bitte immer, „wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor“. So please be prepared